Kappeln

Nach dem Neubau der St. Nikolai-Kirche 1789/93 musste der Altar von 1741 an den neuen Kirchenraum angepasst und umgebaut werden. Der ursprüngliche Mittelteil, die Abendmahlseinsetzung, wurde Hauptaltar und 1791 farbig gefasst, 50 Jahre nach der Entstehung und 20 Jahre nach Gudewerdt.

Es fehlt die eigentlich wichtige Figur des Judas.

 

Auf dem Schalldeckel der Kanzel haben
Moses mit den Gesetzestafeln und Johannes der Täufer mit Kreuz und Lamm einen Platz gefunden.


Das restliche, überaus figurenreich gestaltete Altarretabel
ist an der linken Seite des Kirchenraumes angebracht.

 

Die an der Stelle des Abendmahls eingesetzten Szenen "Kreuzigung" und "Auferstehung" befanden sich vermutlich als Seitenflügelelemente links und rechts, ganz außen die Apostel Petrus links und Paulus rechts.



 

Den oberen Abschluss bildet die Himmelfahrt Jesu, der in den Wolken entschwindet.

 

Der Fries zahlreicher Ahnenschilder mit den Angaben des Verwandtschaftsgrades des Stifters Heinrich v. Rumohr ist markiert durch die Plastiken der Stammeltern, Adam und Eva.

Wappen und Inschrift:

ELISABETH

RUMOREN
MUTTER




Die deutlich porträthafte Gestaltung der Gottesmutter könnte auf Ida v. Rumor, geb. v. Bockdorff zurückgehen.

Die durch den Um/Neubau des Kirchenraumes notwendigen Umstrukturierung des Gudewerdt-Altars hat neue Bedeutung erbracht. Das Leben Jesu mit Geburt, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt an der Seitenwand, die Stiftung des Abendmahls als Heilsbotschaft für die Gemeinde im Hauptaltar.